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Kein
Autor der Weltliteratur hat mehr Musik inspiriert als William
Shakespeare (1564-1616), der wohl bedeutendste, tiefsinnigste
und theatralisch effektvollste Dramatiker aller Zeiten,
dessen Präsenz auch in der Gegenwart nicht nur auf
dem Theater ungebrochen ist. In seinen Tragödien, mehr
aber noch in seinen Komödien spielt Musik in Form von
Liedern, Tänzen, Märschen und Signalen eine größere
Rolle als bei jedem anderen Dichter.
Die
Holdenstedter Schlosswochen 2007 widmen sich der
musikalischen Rezeption Shakespeares in Vokal- und Instrumentalmusik
mit einem bunten und faszinierenden Streifzug, der bekannte
und unbekannte Werke umfasst und von der elisabethanischen
Zeit an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert bis ins 20.
Jahrhundert führt und quer durch Europa bis nach Amerika.
Tragödien (z.B. Hamlet, Romeo
und Julia, Othello), Komödien
(Ein Sommernachtstraum, Was ihr wollt,
Der Sturm, Der Kaufmann von Venedig,
Viel Lärm um nichts u. a.) und die weniger
bekannten, sprachlich hochvirtuosen, Sonette werden
dabei gleichermaßen berücksichtigt.
Einer
vollständigen Aufführung von Mendelssohns
unsterblicher Musik zum Sommernachtstraum
in der Version mit Klavier zu 4 Händen vom Komponisten
am 2. September folgen zwei halbszenische Opernabende
mit Komödien (Der Widerspenstigen Zähmung
von Hermann Goetz und Die lustigen Weiber
von Windsor von Otto Nicolai) am 9. September
und mit Tragödien (Othello von Rossini
und Verdi, Romeo und Julia von
Bellini und Gounod, Hamlet
von Ambroise Thomas) am 16. September. Das
Programm Die heimlichen Feuer des Herzens
am 8. September stellt Shakespeare in den Kontext
der Musik seiner Zeit, am 15. September ist Shakespeare
auf dem Klavier (Der Sturm
und Ein Sommernachtstraum mit virtuosen
Klavierwerken von Beethoven, Mendelssohn, Liszt, Stephen
Heller und Rachmaninow) zu erleben.
Die
Matinee am 2. September kombiniert Shakespeares Lieder
im Urtext und in Übersetzungen mit einer Auswahl der
Sonette und englischer Klaviermusik aus vier Jahrhunderten.
O Mistress Mine (Verliebte und Narren
in Shakespeares Komödien) bietet am 7. September
bekannte und unbekannte Lieder von Schubert, Julius Tausch,
Peter Heise, Mario Castelnuovo-Tedesco, Sibelius, Roger
Quilter und Erich Wolfgang Korngold. Am 14. September
stehen sich in dem Programm Poor Desdemona
Fair Ophelia (Othello,
Hamlet u.a.) selten zu hörende Lieder
und Instrumentalwerke, u. a. von Loewe, Schumann,
Brahms, Arthur Sullivan, Debussy, Richard
Strauss und Korngold, gegenüber.
Zu
den Interpreten gehören dieses Jahr wie immer bewährte
Künstler von nah und fern, z.B. als Sprecher der von
Film, Fernsehen und Hörbüchern bekannte Hans-Peter
Hallwachs sowie Thomas Ney und Mario Freivogel.
Es singen Frauke Thalacker, Barbara Berens,
Amy Rodenburg und Miriam-Alexandra Müller
(Sopran), Rosemarie Bühler und Roswitha Sicca
(Mezzosopran), Martin Nagy (Tenor), Torsten Meyer
und Stephen Freiberger (Bariton) sowie Hans-Jürgen
Förter-Barth und Claus Temps (Bass-Bariton).
Zu hören ist auch die international gefeierte Geigerin
Natasha Korsakova und die Hamburger Ratsmusik
mit Simone Eckert, Viola da Gamba und Ulrich Wedemeyer,
Laute. Die solistisch, als Begleiter und im Duo agierenden
Pianisten sind Hinrich Alpers, Megumi Sano,
Ira Maria Witoschynskyj, Jan Revermann, Ljiljana
Borota, Christian Knebel und Joachim Draheim,
der auch für Moderationen und Konzeptionen verantwortlich
ist.
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